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Pricing & ROIJuni 2026

Was eine KI-Webseite wirklich kostet: die ehrliche 5-Jahres-Rechnung.

Eine Gründerin fragt mich: was wäre meine echte Ersparnis, wenn ich von 35 Euro Webflow auf Premium wechsele? Ich habe eine Stunde gerechnet. Hier sind die Zahlen, mit Lock-in und Hidden Costs, ohne Marketing-Schönfärberei.

Die kurze Antwort vorab

Baukasten ist in den ersten drei Jahren günstiger. Ab Jahr vier dreht sich das, weil Preiserhöhungen, Migration und der fehlende Premium-Look ins Geld gehen. Eine eigene Webseite kostet mehr Cash am Anfang, ist langfristig günstiger und gehört dir. Welche Option richtig ist, hängt nicht am Preis, sondern an einer Frage: verkaufst du etwas, bei dem dein Auftritt Teil des Versprechens ist?

Was meint KI-Webseite?

Vorweg eine Klarstellung. KI-Webseite meint keine Seite, die magisch von allein entsteht. Gemeint ist eine Seite mit eigenem Code (Next.js, Vercel, GitHub), die du mit KI-Werkzeugen wie Claude Code selbst pflegen und erweitern kannst, statt monatlich an einen Baukasten zu zahlen, dem die Seite gehört.

Der Unterschied ist nicht „mit oder ohne KI". Der Unterschied ist Eigentum.

Was beide Optionen wirklich kosten

Baukasten (Webflow als Beispiel): 27 Euro im Monat plus Erweiterungen, Plugins, Lizenzen, Bilder. Realistisch über 3 Jahre: 1.500 bis 3.500 Euro. Squarespace und Wix ähnlich, günstiger im Grundpreis, teurer in den Add-ons.

Eigene Webseite (Sabala-Lite als Beispiel): 8.000 Euro einmalig, inklusive Brand-Audit, fünf Premium-Seiten, drei Blog-Artikel, sechs Monate Pflege. Danach Hosting plus 49 bis 149 Euro Pflege im Monat. Realistisch über 3 Jahre: 9.500 bis 11.900 Euro.

Auf den ersten Blick ist Baukasten günstiger. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit.

Was die Baukasten-Rechnung verschleiert

  • Kein Lock-in-Schutz: wenn Webflow die Preise verdoppelt, was 2024 schon passierte, zahlst du oder migrierst aufwendig.
  • Migration alle 3 bis 5 Jahre: realistische Wechselrate, kostet 1.500 bis 4.000 Euro plus verlorene Inhalte.
  • Premium-Look-Limit: Baukasten-Seiten sehen aus wie Baukasten-Seiten. Wer 12.000-Euro-Programme verkauft, zahlt diese Inkongruenz in entgangenen Anfragen.
  • SEO-Grenze: Baukasten-Code rankt selten oben. Weniger organische Besucher, langfristig weniger ROI.

Was die Premium-Rechnung verschleiert

  • Höhere Anfangsinvestition: 8.000 Euro auf einen Schlag sind für viele ein echtes Cash-Flow-Thema.
  • Lernkurve: wenn du selbst pflegen willst, kostet dich der Einstieg in Claude Code ein bis zwei Stunden.
Die ehrliche 5-Jahres-Rechnung

Jahr 4-5 macht den Unterschied.

PositionBaukasten 5JEigene Seite 5J
Initial / Lizenzen2.500–4.500 €8.000 €
Pflege Jahre 2-5inklusive2.350–3.300 €
Hostinginklusive600 €
Migration (Jahr 4)1.500–3.500 €0 €
Brand-Anpassung (Jahr 3)1.000–2.500 €0 €
Total 5 Jahre5.000–10.500 €11.000–11.900 €

Über 5 Jahre kostet die eigene Lösung 2.000-6.000 Euro mehr. Was die Tabelle nicht zeigt: eine eigene Premium-Webseite bringt bei meinen Kunden typischerweise drei bis zehn Mal mehr Anfragen pro Monat. Zwei zusätzliche Kunden im Quartal sind, je nach Preis, schnell 8.000 bis 32.000 Euro mehr Jahresumsatz.

Wann lohnt sich was?

Ich verkaufe keine Premium-Webseiten an Menschen, die noch keine brauchen. Hier die ehrliche Grenze.

Baukasten ist sinnvoll, wenn:

  • du am Anfang stehst und erst mal etwas live haben willst
  • dein Angebot unter 200 Euro pro Einheit liegt
  • dein Auftritt kein Teil deines Verkaufsversprechens ist

Eine eigene Webseite ist sinnvoll, wenn:

  • du Angebote über 5.000 Euro verkaufst
  • du eine Position aufbauen willst, nicht nur teilnehmen
  • du langfristig in Google und in KI-Suchsystemen sichtbar sein willst
  • du Code-Eigentum und Unabhängigkeit willst

Die unsichtbare Rechnung

Das übersehen die meisten Vergleiche. Deine Webseite ist nicht nur eine technische Lösung. Sie ist dein wichtigstes Verkaufswerkzeug.

Wenn dein Tagessatz bei 1.500 Euro liegt, deine Webseite aber wie ein 19-Euro-Template aussieht, fragt sich jeder Interessent unbewusst: warum kostet das Programm so viel? Diese Frage musst du dann am Telefon beantworten, statt sie vorher mit deinem Auftritt schon beantwortet zu haben.

Rechne nicht nur, was die Webseite kostet. Rechne, was dich eine Webseite kostet, die unter deinem Niveau verkauft. Wo genau das visuell anfängt, habe ich in den 5 Anti-Patterns und 7 Premium-Signalen auseinandergenommen.

Häufige Fragen

Was Leser typischerweise fragen.

Ab welchem Umsatz lohnt sich eine eigene Webseite?

+

Grob: unter 30.000 Euro Jahresumsatz ist ein Baukasten ein sinnvoller Einstieg. Über 50.000 Euro wird er zur Bremse. Über 100.000 Euro wird er oft direkt schädlich, weil Premium-Position und Baukasten-Optik nicht zusammenpassen.

Kann ich eine eigene Webseite günstiger bekommen?

+

Ja. Mit KI-Coding-Tools wie Claude Code oder Cursor kannst du sie selbst bauen, Tool-Kosten ~50 Euro im Monat. Brand-Strategie, Voice, Customer-Journey und Bild-Direction musst du dann selbst lösen oder einkaufen. Wenn du die Klarheit schon hast, ist DIY möglich.

Wie schnell amortisiert sich der Mehrpreis?

+

Bei einem Tagessatz von 1.000-2.000 Euro reichen zwei bis vier zusätzliche Kunden im Jahr durch den besseren Auftritt. Amortisation typischerweise innerhalb des ersten Jahres.

Die Rechnung für deinen Fall

Lass uns deine Zahlen anschauen.

Wenn du wissen willst, was eine eigene Webseite für dich konkret bedeutet, auf Basis deines Preises und Zeithorizonts, buch ein 30-Min-Gespräch. Ich rechne dir die Zahlen vor, du entscheidest.

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